商品簡介
Die auffallige, eiformige, stichverzierte und oft knochengemagerte La Hoguette-Keramik (LH) ist seit langem ein zentrales Thema in der Diskussion um die Neolithisierung bzw. Keramisierung Westeuropas. Ihr Auftreten um 5500 v. Chr. am Westrand des Verbreitungsgebietes sowie haufig in Siedlungsgruben der Linearbandkeramik (LBK) fuhrte zu kontroversen Diskussionen, die Michaela Schauer in ihrer Studie auf eine konkrete Fragestellung fokussiert: Handelt es sich um eine eigenstandige Kultur, ein Phanomen oder eine spezifische Tradition, eine Subkultur innerhalb der LBK? Zur Beantwortung der Forschungsfrage werden archaologische und archaometrische Methoden kombiniert. Neben klassischen Ansatzen wie typologischen Analysen, Verbreitungsstudien und Fundkontexten bildet die Anwendung der portablen energiedispersiven Rontgenfluoreszenzanalyse (p-ED-RFA) den naturwissenschaftlichen Schwerpunkt. Diese Methode wird dabei nicht nur fur die chemische Bestimmung von Keramik und Ton eingesetzt, sondern auch durch neue statistische Verfahren und Qualitatsstandards wesentlich erweitert. Die Ergebnisse zeigen, dass die LH-Keramik nach derzeitigem Kenntnisstand ein integraler Bestandteil der bandkeramischen Gemeinschaften war und von spezifischen kulturellen Lineages innerhalb der LBK produziert wurde. Stilistische und technologische Uberschneidungen sowie die durch chemische Analysen nachgewiesene fundstellenspezifische lokale Produktion von LH- und LBK-Keramik belegen deren enge Verflechtung.