Wir leben in einer Welt der schnellen Urteile. Meinungen sind erall, Verstehen ist selten. Dieses Buch stellt sich bewusst gegen diese Oberfl踄hlichkeit, geht in die Tiefe und ist konsequent aus einer humanistischen und naturalistischen Perspektive geschrieben.
Humanismus wird oft als nettes Wohlfl-Ideal vermarktet, mit dem sich jeder leicht identifiziert. In Wahrheit ist Humanismus eine radikale Herausforderung. Er ist keine warme Decke, sondern ein intellektuelles Ringen, das einen zwingt, er Grenzen hinauszudenken. Dieses Buch ist kein Buch er den Humanismus und es bietet keine Antworten zum Abnicken. Es schenkt etwas Wertvolleres: Werkzeuge zum Denken. Die Konfrontation mit unbequemen Fragen ist dabei gewollt, um Selbstgewissheiten zu erschtern. Die Essays fren durch sehr unterschiedliche Themen - von Wissenschaft und Ethik er Religion, Freiheit und Macht bis hin zu politischen und gesellschaftlichen Ordnungen. Die besondere Kraft dieses Buches liegt in der Art, wie Wissen zusammengefrt wird. Die Gedanken und Argumente bleiben dabei nie im jeweiligen Fach stehen, sondern verbinden verschiedene wissenschaftliche Disziplinen. Philosophische Begriffe treffen auf psychologische Einsichten, wissenschaftliche Erkenntnisse auf politische Realit酹, ethische Fragen auf institutionelle Bedingungen. Nicht nebeneinander, sondern miteinander.