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Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universit t Bonn, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Hausarbeit f hrt beide Seiten, die Transzendenzgl ubigkeit und die Schuld, in der Frage, ob Johannas Liebe zu Lionel den Verlust ihrer Anmut bedingt, zusammen: In Bezug auf Schillers 1793 erschienene Abhandlung " ber Anmut und W rde" wird einerseits sein sthetisch-moralisches Konzept aufgegriffen, andererseits Johannas innerer Konflikt und ihre schuldbehaftete menschliche Natur thematisiert. Dargelegt werden soll, dass Johannas Anmut von Beginn an br chig war und ihr in einem Entwicklungsprozess, der in der Lionel-Szene kulminiert, verloren geht, dass sich ihre Liebe zu Lionel und der Verlust ihrer Anmut jedoch als "felix culpa" erweisen und damit zur Voraussetzung ihrer g ttlichen Verkl rung am Ende des Dramas werden. Das Drama "Die Jungfrau von Orleans" wurde am 11. September 1801 in Leipzig uraufgef hrt und geh rt zu Schillers ber hmtesten Werken. Nicht nur die Auff hrungen des St cks wurden begeistert aufgenommen, auch dessen Lekt re wurde in der zeitgen ssischen Rezeption sehr gelobt: "G the meint, da es mein bestes Werk sei", schrieb Schiller am 13.05.1801 an seinen Freund K rner. Die Popularit t des Dramas bedingte ein gro es Forschungsinteresse, woraus zahllose Deutungsans tze hervorgingen. Angesichts der Tatsache, dass die "Rezeptionsgeschichte der Trag die das Ergebnis berspielter Ratlosigkeiten" sei, gibt es keine kanonische Interpretation des St cks, sondern lediglich einen Grundkonsens ber prinzipielle Richtungen. Ein Deutungsansatz, der besonders in der lteren Forschung stark vertreten war, besagt, dass Schillers Dramen nur im "Rekurs auf seine sthetischen Schriften" umfassbar deutbar seien und Johanna, deren G ttlichkeit als humane Selbstvervollkommnung verstanden wurde, als Exemplifikation seines anthropologischen Modells betrachtet werden m sse. Abger ckt von Frag