商品簡介
Jede Erdichtung, womit der Poet eine gewisse Absicht verbindet, hei t seine Fabel. So hei t die Erdichtung, welche er durch die Epopee, durch das Drama herrschen l?t, die Fabel seiner Epopee, die Fabel seines Drama. Von diesen Fabeln ist hier die Rede nicht. Mein Gegenstand ist die sogenannte (aesopische) Fabel. Auch diese ist eine Erdichtung, eine Erdichtung, die auf einen gewissen Zweck abzielet. Man erlaube mir, gleich anfangs einen Sprung in die Mitte meiner Materie zu tun, um eine Anmerkung daraus herzuholen, auf die sich eine gewisse Einteilung der aesopischen Fabel grdet, deren ich in der Folge zu oft gedenken werde und die mir so bekannt nicht scheinet, da ich sie, auf gut Glk, bei meinen Lesern voraussetzen dfte. Aesopus machte die meisten seiner Fabeln bei wirklichen Vorf鄟len. Seine Nachfolger haben sich dergleichen Vorf鄟le meistens erdichtet oder auch wohl an ganz und gar keinen Vorfall, sondern blo an diese oder jene allgemeine Wahrheit, bei Verfertigung der ihrigen, gedacht. Diese begnten sich folglich, die allgemeine Wahrheit, durch die erdichtete Geschichte ihrer Fabel, erl酳tert zu haben; wenn jener noch er dieses die 櫬nlichkeit seiner erdichteten Geschichte mit dem gegenw酺tigen wirklichen Vorfalle fa lich machen und zeigen mu te, da aus beiden, sowohl aus der erdichteten Geschichte als dem wirklichen Vorfalle, sich ebendieselbe Wahrheit bereits ergebe oder gewi ergeben werde.