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Kurfst Karl Philipp von Pfalz-Neuburg, der auch Herzog von Jich-Berg war (Regierungszeit 1716-1742), hatte keinen m鄚nlichen Nachkommen und wollte daher seinen Bruder Franz Ludwig, der seit 1729 Kurfst von Mainz war, als Erben einsetzen. Zu diesem Zweck befahl er im Sommer 1730 seinen Amtm鄚nern, die Untertanen einen "Eventual-Huldigungseid" leisten zu lassen. So erhielt am 21.7.1730 der Amtmann von Windeck, Maximilian Heinrich Graf von Velbrk, den Befehl, "ahn dero Herrn Bruder auch Churfstl. Durchlaucht zu Maynz von hiesigen Beamten und Gerichtsschreibern den eventual Huldigungsaydt zu fordern, und diesen einzubinden, die s鄝tlichen Eingesessenen, die erschienen oder auch ausblieben, in gleichm?ige eventual Pflichten zu nehmen". Diese Huldigungslisten befinden sich heute als Akte (JBII/2417) im Landesarchiv NRW. Abt. Rheinland (Duisburg) und stellen sicher neben den Kirchenbhern eine der wichtigsten Quellen f die Oberbergische Heimat- und Familiengeschichte dar, da sie gewisserma en als erstes vollst鄚diges "Adressbuch" angesehen werden k霵nen. Die Huldigungslisten von 1666 sind in dieser Hinsicht weniger wertvoll, da sich die Familiennamen seinerzeit noch nicht erall herausgebildet hatten und auch der Wohnort der huldigenden Personen h酳fig fehlte.