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Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts, Note: 1,3, FernUniversit酹 Hagen, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Hausarbeit soll Nietzsches Ethik mit einem besonderen Blick auf moralische Werte analysiert werden. Dies soll vorwiegend bezogen auf "Jenseits von Gut und B飉e" und "Zur Genealogie der Moral" geschehen. Zu den pr輍enden Formulierungen Nietzsches geh顤t die "Umwertung aller Werte". Deshalb soll gekl酺t werden, welchen Wertebegriff Nietzsche verwendet und inwiefern damit eine Dekonstruktion der Ethik betrieben werden kann. Da Nietzsche sich in vielf鄟tiger Form von den klassischen Vorstellungen ab-grenzt, ist es sinnvoll, zun踄hst die moralischen Ans酹ze zu beschreiben, von welchen Nietzsche explizit spricht. Immer wieder wird dabei deutlich, dass sich Moralbetrachtungen und erkenntniskritische Momente erschneiden. So ist die Kritik Nietzsches am vorherrschenden Moralsystem nicht ohne seine erkenntniskritischen Betrachtungen zu verstehen. Nietzsche zufolge repr酲entieren die Moralen in der Geschichte die Postulierung eines Guten, um die Furcht vor dem leidvollen Leben zu beherrschen. In der Auseinandersetzung mit den geschichtlich aufgetretenen Ethiken sollen zwei Aspekte angesprochen werden: Der freie Wille als Grundlage des selbstbestimmten Handelns und das Prinzip der Verallgemeinerbarkeit, wie es z.B. der kategorische Imperativ fordert. Da sich Nietzsche auf die Tugenden der Wahrhaftigkeit und Redlichkeit beruft, scheint es nahezuliegen, Nietzsches Wertebegriff in der Tugendethik zu verorten. Die bemerkenswerte Wende bezieht sich auf seine Deutung dieser Tugenden als Prinzip der Wahrheitssuche gegen den Wunsch, etwas au er sich zu wollen, also z.B. gegen jede Begrdung einer Ethik au er sich selbst. Hiermit ist bereits einer der wichtigen Begriffe Nietzsches genannt: das Selbst. Nach Gerhardt versteht Nietzsche Moral als Selbstverh鄟tnis oder auch als Selbstverantwortlichkeit.