商品簡介
Die Germanistik hat die literarische Geruchskultur des 19. Jahrhunderts nur ansatzweise erforscht. Im Fokus standen bisher hygienische Desodorierungen sozialer R酳me, kunstreligi飉 inszenierte Naturszenen und antibgerliche Neigungen zur olfaktorischen Entgrenzung. Reisen in exotische Gebiete, intrikate Ze sozialer Konflikte und urbaner R酳me, das Fortleben 鄟terer Topoi und gattungspoetische Sonderf鄟le sind dabei zu Unrecht vernachl酲sigt worden. Der vorliegende Band schlie t diese Lke und geht der Vielfalt der Geruchsmotivik anhand einschl輍iger Werke des 19. Jahrhunderts nach. So schl輍t sich neues olfaktorisches Wissen im Schnittpunkt von Botanik und Warenkunde in der Reiseliteratur von Georg Forster nieder, w鄣rend Gerhe in Reisetexten von Ida Pfeiffer teils aus genderspezifischen Grden beschwiegen werden. Olfaktorische Anzeichen sozialer Abst鄚de gehen im rhetorischen Gegensatz von geruchsneutralem Wohlstand und stinkender Armut oft nicht auf, und der Realismus stellt urbane Gerhe nicht nur im Blick auf Industrialisierung und soziales Elend dar. In Theodor Storms Lyrik leben 鄟tere olfaktorische Topoi weiter, und Wilhelm Raabe erneuert den figurativen Topos des Spsinns, w鄣rend Karl May mit kolportagehaften Mustern der ethischen Codierung von Gerhen bricht. Nicht nur diese Exempel belegen, dass das g鄚gige Epochenbild in Bezug auf die Inszenierung von Gerhen in der Literatur des 19. Jahrhunderts mit frischem Blick neu interpretiert werden muss.