商品簡介
Schmerzlich aufwlend und gleichzeitig amant erz鄣lt das eigene und fremde Gebiss von traurigen, aber auch tr飉tlichen Geschichten zwischen Leben und Tod. Derart spannt die Gedichtsammlung "milch und gr酳elzahn" den lyrischen Bogen von den ersten Milchz鄣nen bis zum allerletzten, absterbenden Weisheitszahn im Alter. Und wie viele Sorgen bereiten bis zuletzt korrigierte, kaputte und kstliche Z鄣ne zwischen einschhterndem Glas und Metall der Zahnarztpraxen und dem beruhigenden Herumbl酹tern in bunten Heftchen im mterlich seifigen Desinfektionsmitteldunst ihrer Wartezimmer. Auch wenn das Zahnweh laut Paul Val廨y (1871-1945) f Momente "das Universum zum Verschwinden bringt", als lyrisches Thema bleibt es doch weit hinter den Schmerzen der Schinderei eines Marsyas zurk. Dabei hat Ernst Jandl (1925-2000) schon in den 1960er Jahren ironisch verspielt, geradezu in der Tradition der komisch absurden Nonsens-Sonette des Florentiner Barbiers Domenico di Giovanni genannt Burchiello (1404-49), mit dem ersten seiner "kuren"-Lautgedichte das alles erschternde Bohren beim Zahnarzt poetisiert, ganz im Sinne des heutigen Spoken Word. Und in den 1990er Jahren knfte er mit dem Zahnarzt-Gedicht "AIDS" an die satirische Epigrammatik eines Martial (40-ca. 104), darin durchaus vergleichbar mit einzelnen Gedichten von Christoph Meckel (1935-2020) im Lyrikband "Z鄣ne". Aber auch das Gedicht der "Schreckliche Zahnarzt" vom fr verstorbenen Jwani Mwaikusa (1952-2010) aus Tansania zeigt, wie schnell man von der Zahnheilkunde selbst in der dtersten Politik landen kann oder im absurdesten Aberglauben, wie bei Carl Sandburg (1878-1967), dem gro en Dichter Chicagos, in seinem Langgedicht "The People, Yes" von 1936.