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Was bleibt von einer 鈁erlieferung, wenn ihre Herkunftsgeschichte nicht stimmt? 1614 wies ein Philologe namens Isaac Casaubon nach, dass die hermetischen Schriften nicht aus dem 朧ypten vor Moses stammen, sondern aus der r闣ischen Kaiserzeit. Hundertffzig Jahre europ鄜scher Gelehrsamkeit hatten auf einer falschen Datierung geruht. Merkwdig ist, was danach geschah: Die Texte verschwanden nicht. Sie wanderten dorthin, wo die Datierungsfrage nicht gestellt wurde. Zwanzig Essays pren die 鈁erlieferungen, auf die eine Werkstattkunst sich beruft - und lassen die meisten ihrer Altersbehauptungen fallen. Das Kybalion stammt aus Chicago, nicht aus 朧ypten. Pythagoras war vermutlich kein Mathematiker. Die zentrale Legende der Freimaurerei ist eine Erfindung des achtzehnten Jahrhunderts. Und die Landmarke, die Frauen ausschlie t, ist jger als die Gerichtsh鐪e der Aschanti. Man k霵nte meinen, danach bleibe wenig. Das Gegenteil trifft zu, und es liegt an einer Regel, die ein persischer Gelehrter um 1030 formuliert hat: Man unterscheidet, was eine 鈁erlieferung von sich behauptet, was sich nachpren l酲st, und was man davon halten soll. Die Herkunftsfrage ist nicht die Wertfrage. Was rigbleibt, ist in jedem Fall weniger alt und mehr wert. Das pythagoreische Komma - die Stelle, an der zw闤f reine Quinten nicht auf sieben Oktaven aufgehen. Die Frage, ob ein Kosmos, den man einen Baumeister nennt, f seine Risse haftet. Ein Ritual, das den Kandidaten nicht kr霵t, sondern hinlegt. Und ein Wort, das ausdrklich als Behelf gekennzeichnet ist, weil das echte verloren ging. Jeder Essay ruft h鐼hstens zwei Denker auf. Achtzehn der einundvierzig stammen nicht aus Europa - nicht als Quote, sondern weil die sch酺fsten Prmittel h酳fig anderswo entwickelt wurden. Vierter und letzter Band der Reihe. Einzeln lesbar.