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Wissenschaftliche Studie aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Sprache: Deutsch, Abstract: Das zeitgeschichtliche Ph鄚omen eines "zur Kultur Werden der Kultur" hat Adorno als Symptom beginnenden Zerfalls eines kulturell reflektierten gesellschaftlichen Bewusstseins beschrieben, "denn in der Zurknahme auf sich selbst" dichtet Kultur sich ab "gegener der Fatalit酹 des Lebensprozesses" im Versuch, die "Idee der Reinheit" zu bewahren". Diese Idee, die nach dem Verlust des Absolutheitsanspruchs der (christlichen) Religion im S鄢ularisierungsprozess der Neuzeit die Funktion einer metaphysischen Instanz ernimmt, frt bei denen, die sie auf kultureller Ebene repr酲entieren, zur Distanzierung von der kontingenzbehafteten Realit酹 sowie zur Fixierung auf ein Verst鄚dnis von Kultur als Reservoire vermeintlich zeitlos gtiger Werte und Einsichten. Eng verknft mit dem Prozess aber ist ein Weltbild, das sich auf der Ebene gesellschaftlichen Bewusstseins im Widerstand gegen eine, jene "Reinheit" kontinuierlich in Frage stellende Moderne artikuliert. Moderne, gesellschaftstheoretisch definiert, ist der von der Aufkl酺ung in Gang gebrachte Prozess der "Enttraditionalisierung" von Weltbildern im Hinblick auf deren Eigenschaft, "Vertrautheit, Transparenz und Zuverl酲sigkeit" im kommunikativen Handeln der Subjekte gew鄣rleisten zu k霵nen. Der Vorgang frt im Verlauf des 19. Jahrhunderts zu einer Autonomisierung verschiedener Bereiche gesellschaftlichen Lebens und dementsprechend zur Konstituierung multipler, nicht mehr zwangsl酳fig religi飉er und damit ganzheitlich begrdeter Weltbildkonstruktionen. In Abgrenzung zu den Lebenswelten der sogenannten "Masse", wird das Bildungsbgertum dabei zur bevorzugten sozialen Tr輍erschicht einer Weltanschauung, deren "reines", Ganzheitlichkeit ausschlie lich auf der Ebene des Kulturellen verwirklichendes Ethos wesentlich bestimmt wird von der nach 1800 in den Rang eines "deutschen Mythos" auf- ge